Gräf & Stift ZA 230

Geländegängiger Zugkraftwagen, D, 75 t Schlepplast, mit Doppelkabine, Doppelseilwinde und Hiabkran

Nach 1956 verfügte Österreich nur über eine geringe Anzahl an leichten Panzerfahrzeugen, welche dem neu geschaffenen Bundesheer seitens der abziehenden Besatzungsarmeen (überwiegend der USA, jedoch teilweise auch der russischen Streitkräfte) überlassen worden waren. Für den Transport dieses Geräts waren noch aus dem 2. Weltkrieg stammende US-Fahrzeuge (System M19 mit Diamond Zugfahrzeug und Tiefladeanhänger sowie System M25 mit „Pacific“ Sattelzugmaschine und Sattelanhänger) vorhanden, welche jedoch ab Ende der 1950er Jahre durch österreichische Erzeugnisse ersetzt werden sollten.

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ÖAF HA 2-90 „HUSAR“

Mitte der 1960er Jahre wurde seitens des österreichischen Bundesheeres ein Nachfolger für die Dodge-LKW WC 51/52 mit 1-1/2 Tonnen Nutzlast gesucht. Hohe Geländegängigkeit wurde verlangt, und seitens der beiden österreichischen Hersteller ÖAF/Gräf&Stift sowie Steyr-Daimler-Puch wurden zwei Fahrzeugkonzepte präsentiert. Während ÖAF als traditioneller Hersteller schwerer LKW mit dem „Husar“ eher einen verkleinerten LKW vorstellte, setzte Steyr auf eine Vergrößerung des bereits bewährten Haflingers – den Pinzgauer. Beide Prototypen wurden 1966 vorgestellt, der ÖAF 2-90 „Husar“ bot 3 Tonnen Nutzlast auf der Straße sowie 2 Tonnen im Gelände eine etwas höhere Tragfähigkeit als der Pinzgauer, erreichte aber bei weitem nicht die legendäre Geländegängigkeit der Zentralrohramen-Designs der Pinzgauer. Nach einer umfangreichen Erprobungsphase wurde entschieden, den Großauftrag an Steyr zu erteilen. Um ÖAF für die entstandenen Entwicklungskosten zu entschädigen, wurden allerdings auch 136 Stück des „Husar“ angeschafft und überwiegend bei der Fernmeldetruppe eingesetzt.

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International Harvester M62 Recovery Vehicle

Der M62 Bergekran wurde nach dem Krieg in Amerika als Nachfolger der Diamond T969 und Ward LaFrance M1 entwickelt. Der hydraulisch betriebene Kranaufbau stammte von Austin Western und konnte 20000 lbs (9 Tonnen) heben, erste Prototypen wurden Anfang 1952 erprobt. Der Continental R6602 6-Zylinder Vergasermotor leistete bei einem Hubraum von 9.87 Litern 196 PS, der Durst des Triebwerks war für damalige Maßstäbe normal (ca. 1 Liter pro Kilometer). Jeweils eine 10-T Winde vorne sowie eine 20-T Bergewinde im Heck des Fahrzeuges vervollständigten die Bergekapazität.

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Steyr 12M18 4x4

Bereits ab Ende der 1970er Jahre wurde über einen möglichen Nachfolger für den seit Mitte der 1960er Jahre eingesetzten Steyr 680 nachgedacht. Erste Versuche, noch eine weitere Modernisierung des „680ers“ vorzunehmen wurden nach Fertigung weniger Prototypen eingestellt, und es wurde beschlossen eine neue Ausschreibung für einen modernen geländegängigen LKW mit fünf Tonnen Nutzlast durchzuführen. Ab 1985 erfolgte die Erprobung der gestellten Fahrzeugmuster von Steyr, MAN (damals noch eigenständig), Mercedes-Benz und Iveco/Magirus. Aus dieser Vergleichserprobung ging der Steyr 12M18 als Sieger hervor. Die typische Steyr-Typenbezeichnung kennzeichnet ihn als LKW mit 12 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht, Militärischer Ausführung und 180 PS Motorleistung. Das Fahrerhaus der „Mittleren Baureihe“ war bereits einige Jahre zuvor bei Steyr entwickelt worden und wurde bei der kurz darauffolgenden Übernahme von Steyr durch MAN als Mittlere MAN Baureihe übernommen.

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