Der „680er Steyr“ war ab seiner Einführung im Österreichischen Bundesheer 1964 bis 2007 für einige Generationen von Grundwehrdienern untrennbar mit dem Begriff „Heeresmotorisierung“ verbunden.

2-achsige Ausführung während der Erprobung auf dem Parkplatz der HKS in der  Martinekkaserne in Baden, Anfang der 1960er Jahre, noch mit Wiener Kennzeichen
2-achsige Ausführung während der Erprobung auf dem Parkplatz der HKS in der Martinekkaserne in Baden, Anfang der 1960er Jahre, noch mit Wiener Kennzeichen
3-achsige Ausführung während der Erprobung an der HKS (wahrscheinlich in der  Vorgartenstraße in Wien), Anfang der 1960er Jahre, ebenfalls noch mit Wiener Kennzeichen
3-achsige Ausführung während der Erprobung an der HKS (wahrscheinlich in der Vorgartenstraße in Wien), Anfang der 1960er Jahre, ebenfalls noch mit Wiener Kennzeichen

Ob mit 2-achs (gl LKW D 2-½ t) oder 3-achs (gl LKW D 3-½ t) Fahrgestell, mit Einzel- oder Doppelkabinen, mit oder ohne Seilwinde, teils mit Ladekran und in unzähligen Sondertypen war er über mehr als 20 Jahre das Arbeitstier des Bundesheeres. Ausgerüstet mit einem 6-Zylinder Dieselmotor hatte das Fahrzeug 120 PS (als Saugmotor in den 2-achs Varianten) oder 150 PS (mit Turboaufladung in den 3-achsigen Fahrgestellen).

2-achsige Ausführung im Einsatz an der HKS, Ende der 1960er Jahre
2-achsige Ausführung im Einsatz an der HKS, Ende der 1960er Jahre
Vergleichs-Erprobung einer einzelbereiften Version über PVKM (Prüf- und Versuchs-  stelle für Kraftfahrzeuge und Motoren), ebenfalls Ende der 1960er Jahre
Vergleichs-Erprobung einer einzelbereiften Version über PVKM (Prüf- und Versuchs- stelle für Kraftfahrzeuge und Motoren), ebenfalls Ende der 1960er Jahr
3-achs Kipper Fahrgestell mit Palfinger Ladekran während der Erprobung vor den  Garagen HKS/VVStb in Baden, Ende der 1960er Jahre
3-achs Kipper Fahrgestell mit Palfinger Ladekran während der Erprobung vor den Garagen HKS/VVStb in Baden, Ende der 1960er Jahre

Seine Geländegängigkeit – insbesondere in der 3-achsigen Version – war legendär, auch das Fahren mit unsynchronisiertem Getriebe sowie die Benutzung des Geländeganges in steilen Straßenstücken verlangte dem Kraftfahrer einiges an „Fahrzeugbeherrschung“ ab.

Einzelbereifte Version im Truppeneinsatz bei Heereszeuganstalt Wels (bereits nach  Umrüstung auf die größeren Blinker)
Einzelbereifte Version im Truppeneinsatz bei Heereszeuganstalt Wels (bereits nach Umrüstung auf die größeren Blinker)

Gegen Ende der 1970er Jahre wurde kurz über eine Modernisierung der „680er“ nachgedacht, es wurden einige Prototypen gefertigt (einer davon befindet sich in unserer Sammlung), jedoch wurde letztendlich entschieden auf eine modernere Plattform zu wechseln. Ab 1985 begann die Erprobung der Nachfolgemuster, aus dieser Erprobung ging schließlich der Steyr 12M18 als Nachfolgetyp der „680er“ hervor. Nichtsdestotrotz fuhren die treuen „alten“ Steyr noch bis weit in die 2000er Jahre, erst 2007 erfolgte die Ausscheidung der letzten 20 Stück.

Abfahrt der letzten 20 „680er“ des Bundesheeres zur Ausscheidung am 1. März 2007
Abfahrt der letzten 20 „680er“ des Bundesheeres zur Ausscheidung am 1. März 2007

Unser Fahrzeug ist noch mit dem Fahrerhaus der ersten Serie ausgerüstet, es ist heute als Historisches Kraftfahrzeug typisiert und unter dem Kennzeichen „W-H24516“ zum Verkehr zugelassen. Während der letzten Jahre war es immer wieder bei der Leistungsschau des Bundesheeres anlässlich des Nationalfeiertages im Rahmen der Milizverbände zu sehen.

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