Berliet GBC 8MT

Mitte der 60er Jahre wurden 150 Stück französische Berliet LKW an das Österreichische Bundesheer ausgeliefert. Sie waren als Nachfolger der bereits teilweise in die Jahre gekommenen Gräf&Stift 3-achs LKW gedacht, da Gräf&Stift zu diesem Zeitpunkt allerdings kein eigenes Produkt mehr anbieten konnte, wurde die Lösung gefunden Berliet-LKW über den Importeur Gräf&Stift anzubieten. Aus diesem Grunde wurden diese LKW manchmal fälschlicherweise in den Zulassungsdokumenten auch als „Gräf&Stift“ geführt.

ÖAF gl sLKW 20.320 G3

Der ÖAF gl sLKW 10t 20.320 G3 wurde mit seinem schweren 17 mT Ladekran Palfinger PK 17000 bei der Pioniertruppe eingesetzt. Die für die Hubkapazität doch sehr massive Struktur des Krans repräsentiert den Stand der Technik bei hydraulischen Ladekränen zur Mitte der 1970er Jahre. Um den Kran bei Verstauung hinter dem Fahrerhaus ausreichend zusammenlegbar zu machen, wird der Hauptarm mittig abgeknickt. Da dies eine recht aufwändige Prozedur ist, verzichteten viele Kraftfahrer darauf und legten den Kran bei Straßenfahrt einfach auf dem Plateau ab. Dies ist auch der Grund, dass „G3s“ nur selten aufgeplant zu sehen waren.

Voest-Alpine TROSS 130

Der Schwenklader TROSS 130 wurde ab 1980 seitens VOEST-ALPINE als militärisches Universal-Feldumschlaggerät für Pionier- und Nachschubeinheiten entwickelt. Er sollte die bis dahin beim Bundesheer im Einsatz stehenden HATRA Modelle ersetzen und sowohl für den schweren Pioniereinsatz (als Radlader), als auch für den Feldumschlag schwererer Güter bei den Nachschubeinheiten (Stapler/Kran) sowie als Bergegerät einsetzbar sein. Das umfangreiche Lastenheft führte im Unterschied zu den damals bereits überwiegend gebauten Knicklenksystemen zur Weiterentwicklung des bei Alpine favorisierten Schwenkladesystems.

ÖAF ZKW 34.440 VFA

Schwere Allrad-Zugmaschine

Die schweren Allrad-Zugmaschinen mit 440PS-V10 Dieselmotor wurden Anfang der 1980er Jahre durch ÖAF als Nachfolger der Gräf&Stift Zugmaschinen entwickelt und waren zusammen mit dem 8Achs Goldhofer Tiefladeanhänger als schweres Transportsystem für Gewichte bis 55 Tonnen vorgesehen. Zwölf solche Systeme wurden durch das Bundesheer beschafft und waren im Laufe der letzte drei Jahrzehnte bei den Panzerbataillonen im Einsatz.

ÖAF gl sLKW 10t 20.320 G1

Der ÖAF gl sLKW 10t 20.320 wurde ab 1974 durch die Österreichische Automobilfabrik AG als schweres Versorgungs- und Pionierfahrzeug für das Österreichische Bundesheer entwickelt und ab Ende 1975 an die Truppe ausgeliefert. Während er äußerlich seinem bei der Bundeswehr eingeführten MAN-Pendant („KAT 1“) ähnelte, unterschied er sich von diesem insbesondere durch den anstelle eines luftgekühlten Deutz-Motors gewählten wassergekühlten MAN D2538, was ihm zusammen mit einem hydrostatisch angesteuerten Kühlgebläse bessere Geländestandfestigkeit ermöglichte.