Hacker Motormuli M80

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges entwickelte der österreichische Konstrukteur Dipl.-Ing. Oskar Hacker erst in Wien und ab 1950/51 in Molln/OÖ auf Basis seiner Erfahrungen bei der Entwicklung des während des Krieges gebauten „Raupenschlepper Ost“ (RSO) einen Forst-Schlepper auf Kettenlaufwerk, das „Motor Muli“. Bei der Fertigung wurde teilweise auf noch vorhandene Ersatzteile und Baugruppen aus Kriegsproduktion zurückgegriffen.

Diamond M20 Mod. 980

Der erste Prototyp des Diamond M20 Model 980 mit dem M9 Tiefladeanhänger wurde 1940 als Panzertransportsystem M19 für die US Armee entwickelt. 1941 erhielt die britische Armee 200 Systeme, von denen einige auch bei der 8. Armee in Nordafrika zum Einsatz kamen.

Geländegängiger Zugkraftwagen D, 8 t  Gräf & Stift ZA 200

Gegen Ende der 1950er Jahre waren leichtere LKW aus österreichischer Produktion bereits im Bundesheer eingeführt (Steyr 380, 480). Die noch aus dem 2. Weltkrieg stammenden und von den US Streitkräften übernommenen schweren und überwiegend Benzin-betriebenen LKW (Diamond, Brockway, Corbitt, White etc.) gelangten an das Ende ihrer Einsatzzeit. Die wiederaufgebaute Gräf & Stift Automobilfabrik im 19. Wiener Gemeindebezirk war in der Lage, schwere 2-achs und 3-achs Fahrgestelle mit Allradantrieb zu liefern, und so erfolgte ab 1958 die Umstellung auf österreichische Fahrzeuge.

Geländegängiger Krankraftwagen, D, Wilhag  (Gräf & Stift ZA 210/36)

Mit der Umstellung der schweren Pionier- und Bergefahrzeuge von alliiertem (überwiegend amerikanischem) Gerät auf die wieder aufgebaute österreichische Produktion zu Beginn der 1960er Jahre wurden neben den Pionierkränen auch schwere Bergekräne von Gräf & Stift beschafft. Aufgebaut auf demselben 3-achs Allradfahrgestell wie die schweren Versorgungs-LKW, wurden die Bergekräne mit zwei verschiedenen Oberwagen ausgeliefert.

Geländegängiger Krankraftwagen ÖAF 32.281 FDA

Geländegängiger Krankraftwagen ÖAF 32.281 FDA mit Teleskopkran PK 30,000 T und Doppelseilwinde
Der geländegängige Krankraftwagen mit Teleskopkran 30,000 T – oder einfach „PK30“ – wurde zu Beginn der 1980er Jahre als Nachfolger der bereits deutlich in die Jahre gekommenen Gräf & Stift Bergekräne entwickelt. Das Lastenheft verlangte insbesondere hohe Geländegängigkeit (permanenter Allradantrieb), hohe Zugleistung (Wandler-Schaltkupplung) sowie hohes Fahrzeuggewicht um die Zugleistung auch auf die Straße bringen zu können.