Lastkraftwagen, D, ÖAF 30.364 FNAL

In der zweiten Hälfte der 1990er Jahre entstand immer größerer Bedarf nach flexiblen Systemen, welche ISO-Container und Ladepritschen (Flats) ohne fremde Hilfe laden und transportieren konnten. Die ersten mit Hakenladesystemen ausgerüsteten Prototypen wurden auf ÖAF 28.343 Fahrgestellen aufgebaut. Bei diesen Fahrzeugen war das Hakenladesystem noch ausschließlich manuell gesteuert, der kleinere 5-Zylinder Motor mit 340 PS Leistung wurde für die später beschaffte Serie allerdings durch den großen Sechszylinder mit 360 PS ersetzt. Auch die Tragfähigkeit des Fahrgestells wurde von 28 auf 30 Tonnen angehoben, woraus sich der ÖAF-Typenschlüssel 30.364 FANL ergab.

Allis Chalmers M4 High Speed Tractor, 18t

Aufbauend auf dem Laufwerk des leichten US-Kampfpanzers M2 fertigte die Allis-Chalmers Mfg. Co. in Milwaukee ab 1942 den M4 High-Speed Tractor. „High Speed“ bezog sich dabei auf den Unterschied zur bis dahin in den Artillerie-Einheiten gebräuchlichen Pferdebespannung. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen konnte dieses Fahrzeug sowohl die Geschützbesatzung (zehn Personen) als auch die Munitionsbevorratung transportieren. Zwischen 1942 und 1946 wurden ca. 5500 Fahrzeuge produziert.

Diamond M20 Mod. 980

Der erste Prototyp des Diamond M20 Model 980 mit dem M9 Tiefladeanhänger wurde 1940 als Panzertransportsystem M19 für die US Armee entwickelt. 1941 erhielt die britische Armee 200 Systeme, von denen einige auch bei der 8. Armee in Nordafrika zum Einsatz kamen.

Hacker Motormuli M80

In den letzten Jahren haben Oberst a.D. Prof. Peter Mulacz und Prof. i.R. OStR Dipl.Ing. Adolf Staufer (+) umfangreiches Recherchematerial über die Geschichte des Motormulis und seines Konstrukteurs Oskar Hacker zusammengetragen und in einer eigenen Homepage publiziert (https://www.molln.cc/motormuli/index.php).

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges entwickelte der österreichische Konstrukteur Dipl.-Ing. Oskar Hacker erst in Wien und ab 1950/51 in Molln/OÖ auf Basis seiner Erfahrungen bei der Entwicklung des während des Krieges gebauten „Raupenschlepper Ost“ (RSO) einen Forst-Schlepper auf Kettenlaufwerk, das „Motor Muli“.

Geländegängiger Krankraftwagen, D, Wilhag  (Gräf & Stift ZA 210/36)

Mit der Umstellung der schweren Pionier- und Bergefahrzeuge von alliiertem (überwiegend amerikanischem) Gerät auf die wieder aufgebaute österreichische Produktion zu Beginn der 1960er Jahre wurden neben den Pionierkränen auch schwere Bergekräne von Gräf & Stift beschafft. Aufgebaut auf demselben 3-achs Allradfahrgestell wie die schweren Versorgungs-LKW, wurden die Bergekräne mit zwei verschiedenen Oberwagen ausgeliefert.