Allis Chalmers M4 High Speed Tractor, 18t

Aufbauend auf dem Laufwerk des leichten US-Kampfpanzers M2 fertigte die Allis-Chalmers Mfg. Co. in Milwaukee ab 1942 den M4 High-Speed Tractor. „High Speed“ bezog sich dabei auf den Unterschied zur bis dahin in den Artillerie-Einheiten gebräuchlichen Pferdebespannung. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen konnte dieses Fahrzeug sowohl die Geschützbesatzung (zehn Personen) als auch die Munitionsbevorratung transportieren. Zwischen 1942 und 1946 wurden ca. 5500 Fahrzeuge produziert.

Hacker Motormuli M80

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges entwickelte der österreichische Konstrukteur Dipl.-Ing. Oskar Hacker erst in Wien und ab 1950/51 in Molln/OÖ auf Basis seiner Erfahrungen bei der Entwicklung des während des Krieges gebauten „Raupenschlepper Ost“ (RSO) einen Forst-Schlepper auf Kettenlaufwerk, das „Motor Muli“. Bei der Fertigung wurde teilweise auf noch vorhandene Ersatzteile und Baugruppen aus Kriegsproduktion zurückgegriffen.

Geländegängiger Krankraftwagen, D, Wilhag  (Gräf & Stift ZA 210/36)

Mit der Umstellung der schweren Pionier- und Bergefahrzeuge von alliiertem (überwiegend amerikanischem) Gerät auf die wieder aufgebaute österreichische Produktion zu Beginn der 1960er Jahre wurden neben den Pionierkränen auch schwere Bergekräne von Gräf & Stift beschafft. Aufgebaut auf demselben 3-achs Allradfahrgestell wie die schweren Versorgungs-LKW, wurden die Bergekräne mit zwei verschiedenen Oberwagen ausgeliefert.

Diamond M20 Mod. 980

Der erste Prototyp des Diamond M20 Model 980 mit dem M9 Tiefladeanhänger wurde 1940 als Panzertransportsystem M19 für die US Armee entwickelt. 1941 erhielt die britische Armee 200 Systeme, von denen einige auch bei der 8. Armee in Nordafrika zum Einsatz kamen.

Geländegängiger Zugkraftwagen D, 8 t  Gräf & Stift ZA 200

Gegen Ende der 1950er Jahre waren leichtere LKW aus österreichischer Produktion bereits im Bundesheer eingeführt (Steyr 380, 480). Die noch aus dem 2. Weltkrieg stammenden und von den US Streitkräften übernommenen schweren und überwiegend Benzin-betriebenen LKW (Diamond, Brockway, Corbitt, White etc.) gelangten an das Ende ihrer Einsatzzeit. Die wiederaufgebaute Gräf & Stift Automobilfabrik im 19. Wiener Gemeindebezirk war in der Lage, schwere 2-achs und 3-achs Fahrgestelle mit Allradantrieb zu liefern, und so erfolgte ab 1958 die Umstellung auf österreichische Fahrzeuge.