Im Jahr 1992 beschaffte das Bundesheer einige Sattelzugmaschinen zum Ziehen der neuen mobilen Röntgenstationen. Nachdem es sich bei diesen Fahrzeugen um ausschließlich straßengebundene Einsätze handelte, wurden handelsübliche Mittelklasse-Fahrzeuge von Steyr ausgewählt. Für das recht geringe Aufliegergewicht von 6 Tonnen reichte die gewählte Antriebsleistung von 230 PS vollkommen aus. Um die empfindliche Röntgenanlage im Auflieger zu schützen, wurden sowohl Auflieger als auch Zugmaschinen (Hinterachse) mit Luftfederung ausgerüstet. Im Hinblick auf die recht hohe erforderliche elektrische Versorgungsleistung des Röntgengerätes wurde darauf verzichtet, jeden Auflieger mit einem eigenen Generator auszurüsten, statt dessen wurden in allen Kasernen externe 380V Versorgungssteckdosen installiert, neben denen die Röntgenzüge zum Einsatz kamen.

Geländegängiger Lastkraftwagen, D, 3  (Steyr 580 g/Allrad)

Bereits mit der Gründung des Bundesheeres im Jahre 1956 war die Steyr-Daimler-Puch AG in der Lage, Lastkraftwagen aus österreichischer Produktion zu liefern. Einige wenige Exemplare des Steyr 380 wurden angekauft, aber bald repräsentierte der Steyr 480 in verschiedenen Varianten die neue österreichische LKW Produktion. Der neue Steyr Dieselmotor WD 413 bewährte sich im Praxiseinsatz und wurde leistungsgesteigert, bald verlangte das Bundesheer allerdings stärkere Fahrzeuge mit Alradantrieb.

Lastkraftwagen D, 3 t (Steyr 380)

Bereits mit der Gründung des Bundesheeres der Zweiten Republik 1956 begannen Pläne, die durch die Alliierten überlassenen Fahrzeuge durch Produkte der wieder im Aufbau begriffenen österreichischen Nutzfahrzeugindustrie zu ersetzen. Die Steyr Werke bauten bereits seit 1945 aus Restbeständen den Steyr 2000 A, ab 1947 begann die Produktion des neuen Steyr 370. Dieses Fahrzeug verfügte über einen V8-Benzinmotor, ein Jahr später wurde im Steyr 380 der neue WD 413 4-Zylinder Dieselmotor vorgestellt.

Geländegängiger Lastkraftwagen, B, 1 t (710 Pinzgauer) Prototyp

Mitte der 1960er Jahre verlangte das österreichische Bundesheer einen Nachfolger für die bereits recht in die Jahre gekommenen Dodge-LKW, welche man von den US-Besatzungstruppen 1956 übernommen hatte. Die beiden österreichischen Fahrzeughersteller Steyr und ÖAF begannen mit der Entwicklung dieses leichten Lastkraftwagens, wobei sie grundsätzliche verschiedene Herangehensweisen wählten. Während ÖAF eine kleinere Variante der bereits in Produktion befindlichen Schwer-LKW entwickelte, setzte Steyr auf den im kleinen Haflinger bewährten Zentralrohrrahmen. Das Resultat waren der ÖAF Husar und der Steyr-Daimler-Puch Pinzgauer, Prototypen und Vorserienmodelle beider Fahrzeuge wurden ab 1966 durch das Bundesheer erprobt, bevor die endgültige Ankaufsentscheidung zugunsten des Pinzgauers fiel.